Die Fähre

Sonntag, 22. Oktober 2006

Wie beruhigend: es ist die „Margarete“, die da liegt und auf mich wartet. Es gibt auch noch „Arne“, viel kleiner und mit nicht so guten Stabilatoren, und die sind wichtig, wenn man Angst hat seekrank zu werden. Und das habe ich!!

Wie gut: „mein“ Sitzplatz ist frei! Alle diese Dinge sind wichtig, um nicht seekrank zu werden. Vorsichtshalber habe ich mein Strickzeug mitgenommen, weil ich doch immer stricke. Aber dieses mal will ich eigentlich schreiben, mit meinem Laptop. Ich probiere es sofort aus. Es geht.

Wie lecker: „fiskefiletter“ mit Pommes und Remoulade. Das muss einfach sein. Darauf habe ich mich schon den ganzen Tag gefreut. Es schmeckt gut wie immer.

Dann schreibe ich weiter, toll! Danke, Herbert!

Nach einer Stunde und zwanzig Minuten ist die Überfahrt vorbei.

Laesö!

Freitag, 27. Oktober 2006

Die Margrete ist`s, ein kleiner Lichtblick.

Die Einfahrt in ihren Bauch lässt mich zusammenzucken: solche Sicherheitsvorkehrungen habe ich noch nie gesehen: der „Arla“ Milchlaster ist den Seiten mit sechs Riemen zusätzlich gesichert! Damit er nicht umkippt? Auf der Fähre? Mit was für Schaukelbewegungen rechnen die denn?!?

Ich drücke vorsichtshalber meine Akupressurpunkte – was in Alaska geholfen hat, acht Stunden lang, wird doch hier auch wirken, anderthalb Stunden lang. Es muss.

Ich finde die Fröhlichkeit der Menschen im „Bistroen“ sehr aufgesetzt, sehr übertrieben!

Mein Laptop erfordert meine ganze Konzentration, beschließe ich. Ich muss noch so viel aufschreiben!

Ein Blick zur Uhr: es ist erst eine halbe Stunde vergangen! Punkte drücken, vorsichtshalber an beiden Handgelenken.

Manchmal klatscht das ganze Schiff in ein Wellental, das es nur so dröhnt.

Ein Cola wird mir jetzt gut tun. Und natürlich schreiben – und drücken.

Der nächste Blick zur Uhr: es ist nicht zu glauben: man kann schon das Festland sehen! Jetzt nur nicht schlapp machen!

Und ich schaffe es wirklich! Nicht einmal übergeben!

Ich rolle sehr zufrieden auf festen Boden.

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