Beim Schnalshuber

Schnalshuber?

Buschenschank?

Als “Buschenschank ” bezeichnen sich solche Wirtschaften, in denen Selbstangebautes, Selbstverarbeitetes ausgeschenkt wird,  als Nebenerwerb zur Landwirtschaft. Und hier ist es wirklich so: es gibt keine Speisekarte, der Senior kommt zum Tisch und zählt auf, was es heute gibt:

Drei, vier Vorspeisen, Hauptgerichte und Nachspeisen – mehr nicht. Aber so lecker!!! Und selbstgekelterter Wein, roten Vinschgauer, weißen Blauburgunder, kalt serviert, “sollte in einer Viertelstunde getrunken werden, damit er nicht warm wird” wie der Alte empfiehlt. Bei den Temperaturen dieses Sommers – heute waren es 39° im Schatten – dauert es wirklich nicht lange bis dieser leichte frische helle Wein alle ist.

Wir sitzen im “Zeitungszimmer”, einer Stube mit vier Tischen, halbdunkel und kühl, statt Tapeten Zeitungen an den Wänden: 

Natürlich kann man auch draußen sitzen:
weinüberdacht, an langen Holztischen.

Der Schnalshuberhof  alt, liebevoll lebendig erhalten, worauf der Blick auch fällt: harmonisch, angemessen, hier wird gelebt und gearbeitet.
Ich bin begeistert von den Steinwegen

Mit wie viel Liebe zum Detail sind hier die Kiesel angeordnet!
Auch die Wassertröge und Blumentöpfe spiegeln diese Liebe zur Ausschmückung wieder ohne kitschig zu wirken!

Überall Blumen, diese traumhaften Hortensien

Auch die Vorfahren müssen schon diesen Sinn für das Schöne, das eigentlich Überflüssige gelebt haben. Sonst kann ich mir diese Vielfalt von Wandmalereien nicht erklären.

Zu einem Bauernhof gehören natürlich Hühner

und ein richtiger Gockelhahn
Enten und ein Teich

Eigentlich ist der Schnalshuberhof kein Bauernhof, glaube ich, sondern eher ein Weinbauer. 2ha Weinberge gehören zum Hof und die wollen bearbeitet werden wie uns der Junior abends erzählt. Darum ist der Schnalshuber auch nur von Donnerstag bis Sonntag geöffnet und bitte vorher anmelden, damit “die Mutter sich auf die Zahl der Gäste einstellen kann” wie uns nachdrücklich erklärt wird als wir unangemeldet auftauchen – und trotzdem wunderbare Schlutzkrapfen, Pilzknödel, Gulasch, Bratkartoffeln, Rippchen und Salat bekommen.
Salat, sicher aus dem großen Nutzgarten, dessen Fotos mir nicht gelungendie sind! Ich muss aber sowieso wiederkommen: die Destillerie – kupferglänzend, der Teich – geheimnisvoll hinterm Zaun, so viele Motive warten noch auf mich!

Tschüss – bis zum nächsten Besuch!

Eine Reaktion zu “Beim Schnalshuber”

  1. Anna Maria

    Schöne Aufnahmen! Danke fürs Einstellen.
    Da werde ich sicher mal vorbeischauen, da es nicht weit von Bozen ist.

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