RAUM Emma Donoghue

“Heute bin ich fünf. Als ich gestern Abend in Schrank eingeschlafen bin, war ich noch vier. …….
“Das mit dem Zählen hat erst angefangen, als du auf die erde runtergerauscht bist.”
“Durch Oberlicht. und du bist ganz traurig gewesen, bis ich in deinem Bäuchlein passiert bin.” ……
“Ich habe so viele Tränen geweint, bis gar keine mehr übrig waren,” erzählt sie mir….” (Seite 13)

Welch seltsame Sprache!
Welch seltsame Schilderung!
Langsam, ganz langsam wir deutlich, warum das Kind im Schrank schläft, warum es nur ein Oberlicht gibt, warum sie so viel geweint hat.

Was würde ich machen, eingesperrt auf 16 m²?
Wie würde ich mit dem Kind umgehen, das dort geboren wird?
Wie würde ich es aushalten, IHM auf Gedeih und Verderben ausgeliefert zu sein?

Und dann gelingt die Flucht, die Befreiung.
Wie geht ein Kind damit um, dass die Welt nicht Fernsehen ist, sondern echt?
Obwohl sie “entlügen” gemacht hat.
Wie geht die Welt mit ihr um?
Wie geht sie mit der Welt um?

Luft, Sonne, Himmel, Regen, Mond, Wind, Blätter, Gras, Schuhe, Geräusche, Duft, …
Alles gewinnt eine andere Bedeutung, wenn man dieses Buch liest.

Man sollte vor dem Lesen einkalkulieren, dass man dieses Buch nicht aus den Händen legen kann, bevor man es durchgelesen hat.

Eine Reaktion zu “RAUM Emma Donoghue”

  1. Ina

    Na das habe ich dooch gleich gesagt. Aber du verrätst schon so viel, nachher wollen es die anderen gar nicht mehr lesen und ich finde, man MUSS es einfach gelesen haben, oder?
    Liebe Grüße
    Ina

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